
(22.8.2001) Die deutsche Bauindustrie will bis Ende 2001 einen Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens gründen - ähnlich dem Architekturverbund ASAP (siehe Meldung vom 4.7.2001). Das kündigte gestern in Berlin der technikpolitische Sprecher und Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dipl.-Ing. Dieter Rappert, an. Die Bauindustrie wolle damit Einfluss auf die Qualität und die Standards der Bachelor- und Masterstudiengänge im Fach Bauingenieurwesen nehmen. Rappert: "Wir wollen damit sicherstellen, dass die Hochschulen die Akkreditierung ihrer neuen Studiengänge keinen fachfremden oder einseitig beeinflussten Akkrediterern überlassen."
Die deutsche Bauindustrie stehe zwar nach wie vor hinter dem deutschen Diplom und setze sich für dessen Erhaltung ein, erklärte Rappert. Es sei jedoch absehbar, dass sich die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master - da politisch gewollt - mit großer Wahrscheinlichkeit neben dem Diplom durchsetzen werden. Vor diesem Hintergrund müsse darauf hingewirkt werden, dass sich die neuen Studienabschlüsse an den Bedürfnissen der künftigen Arbeitgeber, der Bauwirtschaft und der planenden Ingenieurbüros, orientieren.
Als Partner für den Akkreditierungsverbund hat der Hauptverband bereits die Bundesingenieurkammer und den Fakultätentag für Bauingenieur- und Vermessungswesen gewonnen. Gespräche mit den weiteren Wunschpartnern wurden bereits aufgenommen oder stehen kurz vor dem Abschluss:
Bevorzugte Akkreditierungsagentur des Verbundes sollte die Zentrale Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA) sein.
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