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Bund übernimmt Vorreiterrolle beim nachhaltigen Bauennachhaltiges Bauen, Bundesbauten, Architektur, Baukultur, Städtebauförderung, Stadtentwicklung, Städtebauförderungsmittel, soziale Stadt, Wohnungsbestand, ökologisches Bauen, Klimaschutz, Gebäudebereich, Wohnungswesen, Bauwesen, Wohnungspolitik, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Bundesbauminister, Bauminister, Kurt Bodewig

(20.3.2001) Der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig eröffnet Symposium "Nachhaltiges Bauen – eine Initiative für Bundesbauten"

Bundesminister Kurt Bodewig hat eine Initiative des Bundes für nachhaltiges Bauen gestartet. Am Beispiel des Baugeschehens soll gezeigt werden, wie die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit vernetzt werden müssen, um für die hohen Anforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Mit der Erarbeitung eines Leitfadens "Nachhaltiges Bauen" sei es dem Bund gelungen, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen. Nachahmung sei ausdrücklich erwünscht. Die Veranstaltung findet im Rahmen des von der Bundesregierung angestoßenen breiten Dialogs zur Architektur und Baukultur statt.

Wie die Bundesregierung durch die Einrichtung des "Rates für nachhaltige Entwicklung" zeige, reiche das Prinzip "Nachhaltigkeit" weit über den baulichen Aspekt hinaus. "Wir müssen umwelt-, wirtschafts-, beschäftigungs- und sozialpolitische Ziele miteinander verbinden", sagte Minister Bodewig in seiner Eröffnungsrede.

Die Brennpunkte der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Probleme der Gegenwart lägen in den Städten, führte der Minister aus. Dort sei die Städtebauförderung die zentrale Leitstelle einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Städtebauförderungsmittel von insgesamt 700 Millionen Mark und das Programm "Die soziale Stadt" mit 150 Millionen Mark setzten positive Zeichen.

Programme zur Sanierung und Modernisierung des Wohnungsbestandes, die von Bodewig eingeleitete Initiative "preiswertes und ökologisches Bauen" sowie die Umsetzung des nationalen Klimaschutzprogramms im Gebäudebereich seien neben dem Streben nach umweltverträglichen, integrierten Verkehrssystemen weitere Bausteine der Nachhaltigkeit, die im Ressort für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen eine gute Chance hätten, zusammengeführt zu werden.

Bei den Gebäuden verlagere sich das Interesse eher weg von der Erstellung hin zur Nutzungsphase. Denn dort würden über den Lebenszyklus nicht nur die wesentlichen ökologischen Wirkungen auftreten, sondern auch die Hauptkostenanteile. Um jedoch in der Nutzungsphase Verbesserungen zu erzielen, müssten frühzeitig die Weichen richtig gestellt sein, das heißt bereits im Wettbewerb oder in der Vorplanungsphase. Sparsame Flächeninanspruchnahme, niedriger Energieverbrauch und Stärkung der erneuerbaren Energien seien nach Aussagen von Kurt Bodewig dabei wichtige Anliegen.

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