(19.2.2001) Bundeswirtschaftsminister Werner Müller hält sein 100.000-Dächer-Programm zur Solarförderung für einen weitgehenden Fehlschlag. "Wenn ich den CO2-Einspareffekt je eingesetzter Mark Hilfe betrachte, ist der Erfolg vergleichsweise gering", sagte er im Interview mit dem Greenpeace Magazin: "Könnte ich es heute nochmal machen, gäbe es kein 100.000-Dächer-Programm."
Eine Verlängerung des bis 2004 laufenden Programms, das private Investoren in Solaranlagen mit insgesamt 1,1 Milliarden Mark bezuschußt, lehnte Müller ab. Der angestrebte Ausbau der Produktionskapazitäten für Solarzellen sei nicht erreicht worden. Stattdessen stiegen die Preise für die Module, "und plötzlich auch die Kosten für Planung und Installation", so Müller: "da wurde was vom Kuchen abgezweigt." Die Mittel aus dem Programm würde er aus heutiger Sicht lieber für Solaranlagen an öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Rathäusern ausgeben, sagte Müller dem Greenpeace Magazin: "Das bringt bei gleichem Geldeinsatz mehr für die Umwelt und für die Solarbranche."
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