(4.12.2009)
In
vielen Regionen Deutschlands sind steigende Grundwasserspiegel zu verzeichnen.
Hierdurch ändert sich der Belastungszustand betroffener Gebäude vom Lastfall
"nicht drückendes Wasser" zum Lastfall "drückendes Wasser". Bestehende Gebäude,
die nicht für diesen Belastungsfall ausgelegt sind, müssen demnach mit einem
tragfähigen, nachträglichen Abdichtungssystem ertüchtigt werden. Konventionelle
Abdichtungsmethoden sind oft mit einer hohen Komplexität und hohen Kosten sowie
meist mit einem deutlichen Verlust an Wohnraum verbunden. Zusätzliche statische
Belastungen durch die Änderung des Belastungszustandes werden meist nicht
betrachtet.
Ziel eines Forschungsprojektes war die Entwicklung eines Verfahrens zur nachträglichen Abdichtung von Kellern einfacher Wohngebäude gegen drückendes Grundwasser. Die Abdichtung sollte so erfolgen, dass durch nachträglichen Einbau der neu entwickelten Weißen Wanne aus textilbewehrtem Beton die nutzbare Fläche der Keller nur minimal verringert wird. Die Verwendung von Textilbeton in einem Spritzverfahren macht es möglich, ein Abdichtungssystem mit einer Bauteilstärke von 30 bis 35 mm herzustellen. Anhand eines Pilotprojekts wurde ein Vorgehenskatalog zur Ertüchtigung betroffener Gebäude entwickelt, in dem die notwendigen Arbeitsschritte erläutert werden.
bibliographische Daten:
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