(26.6.2009)
Große
Gebäude, wie etwa Krankenhäuser, Kongresszentren, Büros und Warenhäuser, lassen
sich mit wärmegetriebenen Verfahren energieeffizient kühlen oder klimatisieren.
Dabei arbeiten diese Technologien mit Abwärme, dem Überschuss von Wärmenetzen
oder Sonnenenergie und ersetzen so die bisher üblichen stromgetriebenen
Kältemaschinen. Das neue Buch "Kühlen und Klimatisieren mit Wärme" aus der Reihe
der BINE-Informationspakete stellt die verschiedenen Systeme und deren
Einsatzspektrum vom Einzelraum bis zum Fernkältenetz vor.
Einen Raum mit frischer, angenehm temperierter Luft, einer optimalen Feuchte und geringer Temperaturdifferenz zur umgebenden Gebäudehülle nehmen wir als behaglich wahr. Diese Faktoren haben auf das menschliche Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit einen großen Einfluss. Einerseits erhöhen raumlufttechnische Anlagen gleich welcher Art den Energiebedarf eines Gebäudes. Andererseits sind bei vielen Gebäudetypen, z. B. wegen innerer Wärmelasten, aktive Systeme zur Regelung von Temperatur oder Luftfeuchte unverzichtbar. Ziel jeder Planung muss es daher sein, durch intelligente Architektur den Kühlungsbedarf zu minimieren. Die bisher üblichen elektrischen Kompressionskältemaschinen haben das Stromnetz oftmals in Spitzenlastzeiten zusätzlich sehr gefordert. Eine stärkere Nutzung wärmegetriebener Verfahren kann das Problem lösen und zu einer höheren Energieeffizienz beitragen. Das Buch stellt sowohl geschlossene Systeme (Ad- und Absorptionskältemaschinen) als auch die offenen Kühl- und Entfeuchtungsverfahren vor.
Als Autorenteam für dieses BINE-Informationspaket konnten Dr. Hans-Martin Henning und Dr. Thorsten Urbaneck gewonnen werden. Herr Henning arbeitet als Abteilungsleiter für den Bereich "Thermische Anlagen und Gebäudetechnik" am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Herr Urbaneck ist als Bereichsleiter "Thermische Energiespeicher" an der TU Chemnitz-Zwickau tätig.
Bibliographischen Angaben zum Buch:
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