(18.11.2008)
Aus
dem Lautsprecher in der Küche klingt Popmusik, im Bad hört man eine italienische
Arie (und zwar nicht aus der Dusche), im Kinderzimmer hext Bibi Blocksberg. Nur
wenige Klicks am Computer oder dem Touchpanel, und in jedem Raum ertönt die
gewünschte Musik. Gebäudesystemtechnik - beispielsweise auf KNX-Basis - ist
geradezu prädestiniert für eine variable Steuerung von Multiroomsystemen, die
sowohl für den Anwender als auch für den Installateur komfortabel einzurichten
bzw. zu bedienen sind:
Mit seinem KNX-Audio System macht aktuell der Schwarzwälder Lautsprecherspezialist WHD von sich reden. "Als wir den KNX-steuerbaren Audio-Verstärker AMP 10 DC vorstellten, wusste ich, dass wir eine Marktlücke entdeckt haben", erklärt Geschäftsführer Stefan Huber. Das System ist kompatibel mit den Tastsensoren aus den Schalterprogrammen der KNX-Hersteller und lässt sich über deren Touchpanels und Raumsteuereinheiten regeln.
Das gesamte Audio System besteht aus drei Komponenten:
![]() Bild vergrößern |
|
|
![]() Bild vergrößern |
Von WHD gibt es aber auch Lautsprecher mit bereits integriertem Verstärker. Das System kann in Mono oder Stereo aufgebaut werden und wird mit der ETS-Software von KNX programmiert.
Die führenden Hersteller im Bereich Elektroinstallation und Gebäudesystemtechnik selbst bieten keine eigenen Audio- oder Videosysteme an, einige arbeiten stattdessen mit namhaften Herstellern zusammen. Deren Produkte können dann über eine Schnittstelle nach einem ähnlichen Prinzip wie das WHD-Audiosystem in die Gebäudesteuerung integriert werden.
Das Unternehmen Busch-Jaeger ist zu diesem Zweck eine Kooperation mit Bang & Olufsen, dem High-End Anbieter für digitale Surround-Sound-Technologie, eingegangen. Das Busch-ComfortPanel besitzt eine Infrarot-Schnittstelle zu den Bang & Olufsen Fernbedienungen Beo4 und Beo5 (Bild rechts oben). In Verbindung mit der Fernbedienung lassen sich nicht nur alle Video- und Audioanwendungen der Bang & Olufsen Unterhaltungselektronik nutzen, sondern gleichzeitig per Fernbedienung die passende Lichtstimmung dazu zaubern".
Hersteller Gira kooperiert mit einem anderen Anbieter von Highend-Lösungen im Audio- und Videobereich - der Schweizer Revox GmbH. Mittels eines speziellen Moduls lässt sich die Revox-Audio-Anlage mit dem KNX Standard verbinden. Über eine entsprechende Schnittstelle kann die Multiroom-Anlage mit dem Gira HomeServer angesteuert werden (Bild rechts). Mit dem Homeserver lassen sich aber auch andere Audio- und Videosysteme mit entsprechender Schnittstelle universell steuern. Die Zusammenarbeit mit Revox können Interessierte in den Showrooms der Gira Revox Studios live erleben - und siehe auch Beitrag "Gira integriert das Revox Multiroom-System in die Schalterwelt vom 17.11.2005.
Mit der Facility-Pilot-Software installiert auf dem Facility-Panel hat auch die Schalksmühler Albrecht Jung GmbH & Co. KG eine Steuerungszentrale entwickelt, mit der Musikanlagen in die Gebäudesteuerung integriert werden können (nächstes Bild). Dank der definierten Schnittstelle im Facility-Pilot kann jede beliebige Musikanlage, die diese unterstützt, angeschlossen werden. An den einzelnen Raumcontrollern lässt sich individuell die Lautstärke oder Titelauswahl steuern.
Hersteller Merten ermöglicht mit dem Internet-Controller aus der merten@home-Serie
ebenfalls eine Steuerung von Audio- und Videoprodukten. Merten hat mit dem KNX
Internet Controller
Apple iPod oder iPhone dienen auch bei der neuen Softwareplattform m..myhome der "ibs intelligent building services gmbh" als Fernbedienung. Im Gegensatz zu anderen Marktlösungen ist über eine integrierte Visualisierung die durchgängige Steuerung der Multimediafunktionen und KNX-Gebäudesteuerung möglich. Steuerungszentrale ist hier ein Apple Mac mini. Über eine USB- oder RS323-Schnittstelle sind die verschiedenen Audio- und Videomedien und die KNX-Gebäudetechnik mit dem Mac mini verbunden. Dieser bündelt die Informationen des Multiroomsystems und stellt per Ethernet eine Verbindung mit der Gebäudesteuerung her. So ist auch eine Bedienung der Multimediatechnik über die Touchpanels und Raumsteuereinheiten der KNX-Hersteller möglich - zum Beispiel mit dem Facility-Pilot von Jung, der über einen Prozessanschluss mit m..my home verfügt:
Für den technikbegeisterten Musikliebhaber oder Filmfreak bieten die Audio- und Videolösungen mit KNX also eine Fülle von Auswahlmöglichkeiten, mit denen er sein Haus oder seine Wohnung ausstatten kann. Zusätzlich erhält er mit dem KNX Standard eine Vielzahl weiterer Komfortfunktionen, die den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern. Ein wichtiger Punkt bei der Beratung von Bauherren und Renovierern, wenn sie sich über die Elektroinstallation in ihren vier Wänden Gedanken machen.
siehe auch für weitere Informationen:![]()
ausgewählte weitere Meldungen:
| Copyright: ARCHmatic - Alfons Oebbeke |
| Diese Baunachrichten werden mit Hilfe von so genannten Web-PlugIns realisiert. Durch die Web-PlugIns steht bauaffinen Homepage-Betreibern relevanter Content im Design ihrer eigenen Web-Site zur Verfügung - siehe http://www.webplugins.de. |
| Navigation ohne Frames: |
|