(20.6.2008)
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als 220 Teilnehmer informierten sich auf dem Jahreskongress der Fensterverbände
in Hamburg am 6. und 7. Juni über die Zukunftschancen von Fenstern und Fassaden
im Zeichen des Klimaschutzes. Unter dem Branchenmotto "Neue Fenster -
Klimaschutz mit Durchblick" standen Vorträge zu wichtigen Aspekten des Themas
auf dem Programm. "Die energetische Wohnraumsanierung ist der wichtigste
Wachstumsmarkt für unserer Branche", erklärte Bernhard Helbing, der Präsident des
Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. und Vorsitzende der
Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren e.V. "Angesichts schwindelerregender
Preise für Öl und Gas ist Fenstertausch eine ökologisch und wirtschaftlich
notwendige und lohnende Investition. Mit dem Jahreskongress in Dresden haben wir
ein zentrales Zukunftsthema aufgegriffen."
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Der Klimaexperte Prof. Dr. Stefan Rahmstorf aus Potsdam gab einen faszinierenden Einblick in den Stand der Forschung zum Klimawandel. Er ließ keinen Zweifel daran, dass es allerhöchste Zeit ist für eine neue Energiepolitik, will man eine globale Erwärmung um mehr als zwei Grad noch verhindern. Was das für die Bau- und Fensterbranche bedeutet, stellten der "Passivhauspapst" Dr. Wolfgang Feist und der Architekt Walter Braun in ihren Vorträgen dar. Dr. Feist forderte die Branche dazu auf, nicht erst auf die neuen Anforderungen der EnEV zu warten, sondern schon jetzt die technischen Möglichkeiten zu nutzen, um den Energieverbrauch um 90 Prozent zu senken. Wie solche Gebäude der Zukunft heute schon wirtschaftlich zu realisieren sind, zeigte der Architekt Walter Braun in seinem Vortrag am Beispiel von Mietwohnungen in Ludwigshafen, die er selbst saniert hat. Ulrich Sieberath, der Leiter des ift in Rosenheim, konkretisierte schließlich, welche konstruktiven Änderungen die höheren energetischen Anforderungen der EnEV 2012 bei Fenstern, Fassaden und Haustüren der unterschiedlichen Rahmenmaterialien erfordern.
Aufschlussreiche Brancheninformationen liefert die Strukturanalyse, die VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn vorstellte. So stand 2007 beispielsweise dem Anstieg der Herstellkosten von 4,7 Prozent eine Preiserhöhung von nur 1,5 Prozent gegenüber. Statistik-Obmann Holger Lipp präsentierte die neuesten Marktzahlen. Demnach ist für 2008 mit einem Wachstum von 2,6 Prozent zu rechnen, das vor allem vom Nichtwohnbau und der Renovierung angetrieben wird.
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Einstimmig wurde der Verbandspräsident Bernhard Helbing, Geschäftsführer der Firma TMP Fenster + Türen, für vier weitere Jahre von dem neugewählten Präsidium in seinem Amt bestätigt. "Der Jahreskongress in Dresden hat uns auf dramatische Weise den Klimawandel vor Augen geführt", erklärte der alte und neue VFF-Präsident. "Mit unseren Bauteilen gehören wir zu denjenigen, die erfolgreiche Maßnahmen gegen diese Entwicklung unterstützen können. Unsere Dachmarke 'Neue Fenster - Klimaschutz mit Durchblick' drückt dies einfach und überzeugend aus. Darum appelliere ich an die ganze Branche: Nutzen Sie die Dachmarke, damit wir alle auch im Interesse unseres Klima davon profitieren können." (siehe auch Beitrag "Neue Fenster: Fensterbranche startet bundesweite Klimaschutzkampagne" vom 1.2.2008.)
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