(11.1.2008; Deubau-Bericht)
Spätestens
seit der BAU 2007 hat das Wettrennen um den wärmedämmensten Mauerstein an Fahrt
geworden. Auf der Deubau 2008 stellte Xella nun einen Porenbeton-Planstein mit
einem Wärmeleitfähigkeit von λ =
0,07 W/mK vor, der demnächst in Serie gehen soll. Bei "normalen" Kosten sollen
mit diesem Stein errichtete Häuser, die zudem über eine "normale" Anlagentechnik
verfügen, die 2009 in Kraft tretende Novelle der Energieeinsparverordnung (EnEV)
erfüllen können, die noch einmal eine Verschärfung der Anforderungen um ca. 30%
bringen wird. Bei einem neu gebauten Einfamilienhaus könne mit dem Stein über
die gesamte Laufzeit des Hauses - Experten gehen hier von 70 Jahren aus -
Einsparungen von etwa 10 bis 15 Tonnen CO2
erreicht werden; und allein die Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit bewirke
jedes Jahr etwa 5% weniger Energiekosten pro Quadratmeter, verspricht Xella.
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"Dieser neue Ytong-Stein" so Dipl.-Ing. Torsten Schoch, Geschäftsführer Xella Technologie & Forschungsgesellschaft mbH, Emstal, "ist die vorbereitende Antwort auf die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV), die 2009 in Kraft treten wird." Er sei das Ergebnis intensiver Grundlagenforschung, die Xella im eigenen Technologie- und Forschungszentrum im brandenburgischen Brück und Emstal durchführt. Schwerpunkte seien dabei die Bereiche Energieeffizienz und Umweltschutz. Breiten Raum würden in dem Zusammenhang die steigenden Anforderungen an Gebäude bezüglich des sommerlichen und winterlichen Wärmeschutzes einnehmen. Entsprechend beziehe sich ein großer Teil der Kapazitäten auf die Optimierung der Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen. "In diesem Bereich," so Schoch, "wollen wir den Markt anführen und neu gestalten."
Im Focus stehe dabei das Ziel, ein Produkt zu entwickeln, bei dem die Reduktion der Wärmeleitfähigkeit nicht gleichzeitig mit einer Verringerung der Tragfähigkeit von Mauerwerk aus Porenbeton verbunden sei. "Unsere Forschungstätigkeit," erklärt der Forschungsleiter, "zielt darauf ab, ständig in energetischer Hinsicht die optimale Rezeptur zu finden. Wir wollen Steine produzieren, die sowohl eine möglichst hohe CO2-Einsparung als auch ein Maximum an Energieeinsparung bieten, ohne die statischen Eigenschaften dabei zu verlieren."
Gelungen ist dies erstmals zur Bau 2007. Xella stellte dort einen tragenden, massiven und normengeregelten Mauerstein der Steinfestigkeitsklasse 2 mit einem Lambdawert von 0,08 W/mK vor. Damit war es gelungen, die verbesserte Wärmeleitfähigkeit mit einer hohen Steinfestigkeit zu kombinieren - siehe Beitrag "Neuer Ytong-Planstein: warm (0,08) und fest (2)" vom 31.1.2007.
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