(6.6.2007)
Der
neue Architektur-Trend, Textilien zum Bauen zu benutzen, bietet nicht nur die
Möglichkeit, faszinierende und schöne Bauten zu errichten, sondern punktet auch
mit geringem Materialverbrauch und ungewöhnlichen Anwendungsmöglichkeiten. Trotz
dieser Vorteile sind Gebäude aus textilen Strukturen noch relativ selten, weil
sie üblicherweise als nicht dauerhaft angesehen werden. Hinzu kommt, dass die
Art des Planens und Errichtens eines solchen Gebäudes sich sehr von der für
konventionelle Gebäude unterscheidet.
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Ein disziplinübergreifendes Konsortium von 31 Partnern aus 10 EU-Ländern hat sich nun das Ziel gesetzt, progressive Gebäude zu entwickeln, um neue Einsatzmöglichkeiten aufzuzeigen und das Wissen über multifunktionale textile Materialien zu verbessern. Das Forschungsprojekt startete im September 2006 und ist auf die Dauer von vier Jahren angelegt. Am Programm Contex-T ("Construction and Textiles") sind neben Instituten und Universitäten größere und kleinere Firmen beteiligt und es wird finanziell von der EU gefördert.
Das Ziel dieses Projekts ist, leichtgewichtige, sichere, ökologische und wirtschaftliche Gebäude zu entwickeln, deren textile Strukturen mindestens 60 Jahre überdauern und den höchsten Ansprüchen genügen. Die Gebäudestrukturen sollen ebenso der Anforderung genügen, einfach und schnell errichtbar zu sein, als auch individuellen Kundenwünschen angepasst werden können. Das macht die Weiterentwicklung und Optimierung neuer Stoffe mit speziellen Eigenschaften nötig und verlangt unterstützende Textil-Strukturen unter Nutzung von Nanotechnologie und nanostrukturierten Materialen. Letztlich müssen bei der Einführung dieser futuristischen Bauten aber auch architektonische und statische Aspekte beachtet werden.
Synergieeffekte mit anderen Anwendungen auf dem Gebiet technischer Textilien (beispielsweise bei Sonnenschutz, aufblasbaren Geräten wie Boote und Notrutschen) sind erwünscht. Dieser ganzheitliche Ansatz zielt nicht nur auf die Entwicklung neuer Materialien, sondern hat auch deren intelligente Verwendungsmöglichkeiten im Fokus.
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