(24.4.2007)
Am
19. April wurden die sechs NanoBotschafter im Deutschen Museum in München der
Öffentlichkeit vorgestellt, unter ihnen der Toxikologe Harald Krug, der die
Abteilung "Materials-Biology Interactions" an der Empa in St. Gallen leitet und
dort unter anderem die Auswirkungen verschiedener Nanomaterialien auf
menschliche und tierische Zellen und Gewebe erforscht. Die NanoBotschafter -
eine letztes Jahr lancierte Initiative des Deutschen Museums München - sind ein
Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die es sich zur
Aufgabe gemacht haben, die Öffentlichkeit über die Nanotechnologie zu
informieren und mit dieser den Dialog aufzunehmen, etwa in öffentlichen
Diskussionen, Expertengesprächen und anderen Veranstaltungen.
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Ob als Chiffre für maßgeschneiderte Materialien mit neuartigen
Eigenschaften, als logischer nächster Schritt der Miniaturisierung der
Die vielfältigen und weit reichenden Möglichkeiten dieser neuartigen Technologie wecken Hoffnungen, rufen aber auch Unsicherheiten und Ängste hervor. Um das Zukunftspotential der Nanotechnologie nutzen zu können, ohne dabei die Befürchtungen in der Bevölkerung zu ignorieren, ist ein offener, sachlich fundierter Dialog notwendig - ein Dialog, der allfällige Risiken offen anspricht, gleichzeitig aber auch den Nutzen der neuen Technologie und deren wirtschaftliches Potenzial sichtbar macht. Die "NanoBotschafter" wollen / sollen diesen Dialog auf allen Ebenen in Gang bringen. Am Deutschen Museum beispielsweise, im neu gegründeten "Zentrum Neue Technologien", bildet "Nano" ein Schwerpunktthema für die kommenden Jahre. Und die Empa führt am 28. und 29. Juni im Kursaal Bern zum zweiten Mal die NanoConvention durch, deren Ziel es ist, den Nano-Dialog weiter zu verstärken.
"Nur durch ein verbessertes Wissen zur Nanotechnologie und die Kommunikation dieses Wissens kann die Gesellschaft oder das Individuum entscheiden, inwieweit mögliche, damit verbundene Risiken akzeptabel sind", ist der Empa-Forscher und "NanoBotschafter" Harald Krug überzeugt. Aufgabe der NanoBotschafter sei es daher, wichtige Erkenntnisse zu erarbeiten und diese sachlich nach außen zu kommunizieren, etwa im Rahmen von Konferenzen wie der NanoConvention, aber auch bei Treffen mit Bürgergruppierungen und Verbraucherverbänden. "In dieser Wissensvermittlung sehe ich die wichtigste Aufgabe der NanoBotschafter", so Krug.
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