(22.3.2007)
Klimawandel
ist das Dauerthema diesen Winters. Spätestens nach der Veröffentlichung eines
UN-Berichtes über das weltweite Klima erklingen laute Stimmen aus Wissenschaft,
Politik und einigen Teilen der Wirtschaft, es müsse etwas getan werden. Über das
"Was" wird derzeit noch diskutiert, während sich u.a. die Besucher der Fachmesse
für Energie, der enertec, in Leipzig schon vom 5. bis 8. März über moderne
energiesparende und umweltschonende Technologien informieren konnten. Dort war
auch die Professur Technische Thermodynamik der TU Chemnitz mit gleich zwei
Projekten auf dem mitteldeutschen Gemeinschaftsstand "Forschung für die Zukunft"
der Halle 1 vertreten.
Dr. Ulrich Schirmer stellte die Tätigkeiten der TU Chemnitz im Rahmen des Bundesforschungsprojektes "Solarthermie2000plus" vor, in dessen Mittelpunkt die Nutzung von Solarwärme in Großanlagen bei Gebäudeheizung, zur Prozesswärmebereitstellung und zu Klimatisierungszwecken steht. Bereits im Vorgängerprojekt "Solarthermie2000" betreuten Forscher der TU deutschlandweit 17 solarthermische Großanlagen mit insgesamt etwa 3.300 Quadratmetern Gesamtkollektorfläche. Auch im aktuellen Projekt geht es wieder um die Schaffung solcher Pilotanlagen in ganz Deutschland, deren wissenschaftliche Begleitung zum Aufgabenbereich der Chemnitzer Professur gehört.
Zudem informierte Dr. Thorsten Urbaneck, ebenfalls Mitarbeiter der Professur, über Entwicklungs- und Optimierungsmöglichkeiten bei der Speicherung von thermischer Energie, beispielsweise in Wassertanks. Hier gilt es vor allem, bei der Be- und Entladung der Speicher zuverlässig eine thermische Schichtung zu erreichen: "Solare Systeme können in der Regel effizienter betrieben werden, wenn im oberen Speicherteil heißes Wasser zur Verfügung steht", erläuterte Dr. Urbaneck. "Negative Effekte, wie großräumige Durchmischungen, wollen wir unterdrücken, denn diese Mischeffekte bauen die hohen Temperaturen ab und der Ertrag sinkt. Das ist eine Thematik, für die eine allgemeine und übergreifende Darstellung derzeit jedoch fehlt." So sollen anhand von experimentellen Untersuchungen, Strömungs- und Anlagensimulationen an der TU Chemnitz grundlegenden Phänomene aufgeklärt und letztlich thermische Speicher kostengünstiger und effektiver werden.
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