(2.6.2006)
Siedle
bietet Video-Überwachung zukünftig nur noch in Farbe an. Mit der funktionalen
Aufwertung einher geht eine Reduktion der Modellvielfalt. Zwei Monitore und eine
Einbaukamera übernehmen alle Aufgaben. Zugleich integrieren sie Funktionen, für
die bisher zusätzliche Geräte oder separates Zubehör nötig waren.
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Das Zoomen, Schwenken und Neigen des Kamerabildes, ein Markenzeichen der Siedle-Systeme, bleibt erhalten. Allerdings realisiert diese Funktion nicht mehr die Kamera, sondern der Monitor. Dazu verfügt die Kamera über erheblich mehr Bildlauflösung / Bildpunkte als es von Seiten des Monitors notwendig wäre. Per Software kann somit das Videobild vergrößert und verkleinert oder der Bildausschnitt verschoben werden; dank hoch entwickelter Kamera- und Displaytechnik sind dabei keine Qualitätseinbußen, aber etliche Vorteile verbunden:
Der letzte Punkt ist vor allem in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen bedeutsam. Die Kamera am Eingang bleibt unbewegt, sie liefert immer einen Gesamtüberblick über den Eingangsbereich. Dennoch sind der Blick aufs Detail und individuelle Bildausschnitte möglich. Wie beschrieben nimmt der Anwender sie jedoch nicht mit der Kamera, sondern ausschließlich am Monitor vor. Dort kann er zudem einen gewählten Bildausschnitt als Standardansicht speichern. Die Kamera und die Einstellungen weiterer Monitore bleiben davon unbeeinflusst.
Die Monitore
Anders als ihre Vorgänger sind die neuen Monitore keine Einzelmodule, sondern Teil der Video-Haustelefone. Sie werden als installationsfertige Komplettgeräte geliefert, die alle notwendigen Zusatzgeräte in ihr Gehäuse integrieren und damit Zeit, Aufwand und Kosten sparen: In die koax-basierten wie in die Bus-Modelle sind die Video-Verteiler bereits eingebaut, die Installation kann daher wahlweise durchgeschleift werden. Die Modelle für den In-Home-Bus enthalten obendrein das bisher separate Video-Empfangsmodul.
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Zur Wahl stehen eine Standard- und eine Komfortversion. Das Standard-Videotelefon bietet eine Bildschirmdiagonale von 2,5 Zoll. Kontrast und Helligkeit regeln zwei Drehpotentiometer. Das Kamerabild kann jederzeit manuell aktiviert werden, bei Betätigung der Ruftaste erscheint es automatisch.
Das Komfort-Modell verfügt über einen 3,5-Zoll-Monitor. Sein umfangreicher Funktionsumfang tritt nur in Erscheinung, wenn
er gebraucht wird - und lässt sich bemerkenswert einfach bedienen: Das
kreuzförmige Steuerelement ruft ein Menüsystem auf und navigiert mit vier
Richtungstasten und einem Eingabeknopf durch die Anzeige auf dem Bildschirm.
Dabei bleibt das Videobild sichtbar, so dass die Wirkung der Einstellungen
sofort beurteilt werden kann. Eine Statuszeile am unteren Bildschirmrand gibt
situationsabhängige (kontextsensitive) Bedienhinweise, die das Handbuchstudium
überflüssig machen - siehe auch
eines der Bilder aus der kleinen Animation am Anfang (sofern JavaSkript
aktiviert ist). Ist das Menü ausgeblendet, dient das Steuerelement dem
Vergrößern und Verschieben des Bildausschnitts. Diese Funktion ist dem
Komfort-Apparat vorbehalten, ebenso wie der serienmäßige Bildspeicher. Er
speichert intern bis zu 28 Bilder, eine handelsübliche SD-Speicherkarte
erweitert die Kapazität auf maximal 255 Bilder (Bild rechts). Die Karte transportiert sie bei
Bedarf auf den PC, wo sie gespeichert oder bearbeitet werden können.
Die Kamera
Das Auge aller Siedle-Kommunikationssysteme ist eine Farbkamera
mit justierbarer Weitwinkeloptik, feiner Bildauflösung und hoher Empfindlichkeit
bei allen Lichtverhältnissen. Eine Besonderheit ist die
Das Weitwinkelobjektiv wird bei der Montage so justiert, dass es einen Überblick über den gesamten Eingangsbereich liefert. Zur Erinnerung: Das Zoomen und Verschieben des Bildausschnitts leistet die Software des Komfort-Videotelefons. Weil sich die Kamera dabei nicht bewegt, ist ihre Aktivität von außen nicht wahrnehmbar.
Die neue Türkamera ist anschlussfertig. Sie integriert das Anschaltrelais (Koax-Video) beziehungsweise den Bus-Video-Sender (In-Home-Bus). Das bisher nötige Zusatzmodul für den Bus entfällt, mit ihm die eigene Bestellposition und der Platz in der Türstation. Zugleich wird der Verdrahtungsaufwand auf etwa die Hälfte halbiert.
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