(14.12.2005)
Altbauten
verbrauchen viel, zunehmend teure Energie. Einsparmöglichkeiten von 50% und mehr
sind keine Seltenheit. Trotzdem ist es bei einer Sanierung noch längst nicht
selbstverständlich, die Gebäude auch energetisch zu verbessern. Investitionen in
Wärmedämmung und eine bessere Haustechnik zahlen sich aber aus. Die neuen
BINE-Projekt-Infos "Gebäude sanieren - Komponenten im Test“ (13/2005) und
"Gebäude sanieren - Universitätsbibliothek" (14/2005) stellen vorbildliche
Sanierungsprojekte vor.
Typisch
für einen vollklimatisierten Gebäudekomplex aus den 1970er Jahren hatte die
Bremer Bibliothek einen immensen Stromverbrauch. Eine bedarfsgerecht
dimensionierte Raumlufttechnik (RLT) und eine konventionelle Heizanlage macht
die Temperierung jetzt sparsamer und auch nutzerfreundlicher. Die ebenfalls
erneuerte Beleuchtung schafft mit weniger Strom bessere Lichtverhältnisse.
Insgesamt ist der Primärenergieverbrauch des Gebäudes um 70% gesunken. Die dafür
notwendigen Maßnahmen und das innovative Finanzierungskonzept beschreibt das
BINE-Projekt-Info "Gebäude sanieren - Universitätsbibliothek" (14/2005) im
Detail.
Die Broschüre "Gebäude sanieren - Komponenten im Test" (13/2005) zeigt zwei Beispiele, in denen der Primärenergiebedarf bis unter 40 kWh/m²a gesenkt wurde: Mit sehr guter Wärmedämmung, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und Komponenten wie dreifach verglasten Fenstern. Eine sorgfältige Planung und Ausführung waren dafür unabdingbar.
Bei einem Mehrfamilienhaus in Mannheim aus den 1930er Jahren wurden im Zuge der Sanierung nicht nur die Energieversorgung erneuert, und in sehr gute Wärmedämmung investiert, sondern auch die Wohnungszuschnitte heutigen Ansprüchen angepasst.
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In dem Bürogebäude in Tübingen aus den 1950er Jahren, wurde das Dachgeschoss komplett neu ausgebaut und dabei Passivhaus-Standard angestrebt (vergleiche in der Thermographieaufnahme oben das sanierte Gebäude links mit dem unsanierten Nachbargebäude rechts). Die Leichtbauweise stellte besondere Anforderungen an die energetische Qualität.
Alle drei Vorhaben wurden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Förderkonzepts "Energetischen Verbesserung der Bausubstanz" (EnSan) unterstützt. Ziel von EnSan ist es vor allem, Mustersanierungen für bestimmte Gebäudetypen zu demonstrieren. Die Sanierungen dienen gleichzeitig dazu, neue Planungsinstrumente und Komponenten zu erproben. EnSan ist Teil des Förderschwerpunktes Energieoptimiertes Bauen (ENOB), der auf dem 5. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung aufbaut.
Die Broschüren ...
... sind kostenfrei beim BINE Informationsdienst des FIZ Karlsruhe erhältlich.
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