(18.10.2005)
Moderne
Häuser verbrauchen jährlich unter 10 Liter Heizöl pro Quadratmeter. Und auch
Besitzer von Altbauten sind den steigenden Energiekosten nicht gänzlich ausgeliefert: Mit
einer nachträglichen Perlit-Wärmedämmung von zweischaligen Außenwänden lassen sich u.U. 30% - möglicherweise auch mehr - der
Heizosten einsparen.
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Bis 1940 wurden Außenwände traditionell zweischalig mit einer 7 bis 10 cm dicken Luftschicht gebaut (Bild oben). Diese Luftschicht kann mit einem Dämmstoff aus natürlichem mineralischen Perlitgestein und einer speziellen Einblasmaschine lückenlos verfüllt werden. (kleiner Querverweis: Einige Mauerziegelhersteller füllen auch ihre hochwärmedämmenden Planziegel mit Perlit - siehe z.B. "Poroton S12 verspricht Ruhe und Raum".)
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Von Bauexperten wird diese Hohlwanddämmung schon seit 1960 befürwortet. Das Risiko der Schimmelbildung wird deutlich reduziert, die innere Wand wird viel wärmer und das Raumklima sehr angenehm.
Und so wird es gemacht:
In die Außenwand werden nur wenige kleine Löcher gebohrt. Über einen Schlauch wird dann die Perlit-Mineralkörnung in die Luftschicht eingeblasen, wobei das Material wie Wasser in jede Ritze fließt. Das Ganze dauert in der Regel nur einen Tag, ein Gerüst wird nicht benötigt und die Bewohner werden nicht belästigt.
Die Kosten liegen bei 16 bis 18 Euro je Quadratmeter; der U-Wert kann z.B. von 1,6 auf unter 0,5 W/m²K gesenkt werden - selbst die Vorschriften der neuen EnEV 2006 Anhang 3 wären damit erfüllt.
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