(6.9.2005)
Die
RP Technik GmbH Profilsysteme, Bönen, bietet mit der neuen Profilserie "RP-hermetic
FINELINE" einen Systembaukasten, mit dem sich elegante Fensterflächen mit
Gesamtansichtsbreiten von nur 36 mm (Flügel und Rahmen) erstellen lassen.
RP-hermetic FINELINE wird nach Ansicht des Herstellers sowohl den weltweiten
Sanierungsbedarf historischer Gebäude decken als auch Möglichkeiten zur
filigranen Fassadengestaltung moderner Gebäude eröffnen - zumal ein Gutachten
des Labors für Schall- und Wärmetechnik, Rosenheim, Fenstern dieser filigranen
Bauart auch aus klimatechnischer Sicht die generelle Einsatzfähigkeit
attestiert:
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Um alte Vorurteile auszuräumen: Die wärmetechnischen Eigenschaften von Fenstern aus nicht thermisch getrennten Stahlprofilen werden aus heutiger Sicht zu Unrecht kritisch betrachtet. Bedenken gründen vornehmlich auf den (schlechten) Erfahrungen mit thermisch ungetrennten Aluminiumprofilen aus den 60er Jahren. Aktuelle Untersuchungen mit FINELINE-Fenstern haben das Gegenteil bewiesen. Die für den Planer entscheidende Frage, wie eine Fassade mit integrierten FINELINE-Fensterelementen thermisch einzustufen ist, ließ der Hersteller im Rahmen eines Gutachtens beantworten. Im Labor für Schall- und Wärmemesstechnik, Rosenheim*), bewertete man exemplarisch ein FINELINE-Fenster mit der heute üblichen Standard-Isolierverglasung (1,1 W/m² K). Zu ermitteln waren die wärme- und feuchtetechnischen Eigenschaften. Das Ergebnis: Fenster der geprüften Bauart seien unter Berücksichtigung aller aktuell gültigen Anforderungen generell einsetzbar.
Schmaler Rahmen - geringe Wärmeverluste
Die
messtechnischen Resultate gründen auf der Tatsache, dass für den Wärmeverlust
durch den Rahmen letztlich die Multiplikation der Rahmenfläche mit dem
spezifischen Wärmeleitwert des Rahmenmaterials entscheidend ist. In einfachen
Worten bedeutet dies, angewandt auf FINELINE-Fenster: Schmaler Rahmen mal
geringer Wärmeleitwert Stahl = geringer Wärmeverlust. Eine isolierte Betrachtung
des Rahmens macht in diesem Zusammenhang wenig Sinn angesichts der immens
verbesserten Dämmwerte der Isoliergläser mit U-Wert-Standard von 1,1 W/m² K.
In der Objektpraxis bewährt
Zahlreiche Gebäude wurden im In- und Ausland in jüngster Zeit bereits mit RP-hermetic FINELINE ausgestattet. Diese Objekte stellen unter Beweis, dass die von thermisch ungetrennten Aluminiumsystemen mit dem werkstoffbedingt 4-fach höheren Wärmeleitwert bekannte Tauwasserbildung in normal belüfteten und beheizten Räumen in unseren gemäßigten Breiten (und erst recht in südlichen Breitengraden) unbedeutend ist. Da die wichtigste Größe der Energie-Einsparverordnung (EnEV) bekanntlich nicht der U-Wert, sondern der Jahres-Primärenergiebedarf des gesamten Gebäudes ist, spielen die suboptimalen Wärmedämmwerte thermisch ungetrennter Rahmenkonstruktionen in der Gesamtbetrachtung so gut wie keine Rolle. Sie können im Rahmen ganzheitlicher Energie-Einsparmaßnahmen (z. B. Wärmedämmung der Gebäudehülle und sparsame Brennwert-Heiztechnik) mühelos kompensiert werden.
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*) Sämtliche Anmerkungen zu den thermischen Eigenschaften von RP-hermetic
FINELINE beziehen sich auf das Gutachten 03 04 10. W 20 vom18.6.2003, erstellt
durch das Labor für Schall- und Wärmetechnik, Rosenheim unter Leitung von
Dipl.-Phys. Prof. Fritz Holtz.
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