Bahnbrechendes Entwicklungsvorhaben ergab schlanke Fensterkonstruktion mit hochisolierenden Rahmen aus modernem Faserverbundkunststoff.
(3.3.2005)
Ein
elegantes Fenster mit geradezu filigranen Rahmen und Einfassungen sowie hoher
Isolierfähigkeit ist das bahnbrechende Ergebnis eines Entwicklungsvorhabens, das
der dänische Fensterhersteller Pro-Tec Vinduer A/S in enger Designkooperation
mit dem Architekturbüro Friis & Moltke A/S durchgeführt hat.
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Das neue Fensterdesign ist Teil des Entwicklungsprogramms "Fenster der Zukunft für Häuser der Zukunft", das die Stadterneuerungsorganisation SBS im Auftrag von Grundejernes Investeringsfond (Investfonds der Grundbesitzer) durchführt. Der Fonds fördert auf diese Weise die Entwicklung besserer Fensterlösungen, um für die in den kommenden Jahren anstehende Welle der Erneuerung von schlecht ausgeführten und aus ungeeigneten Materialien hergestellten Fenstern gerüstet zu sein.
Für
Pro-Tec Vinduer A/S war dies Anlass, in vollkommen neuen Bahnen zu denken, so
Geschäftsführer Bjarne Haulrik. Das richtige Material fand man beim Koldinger
Unternehmen Fiberline Composites, einem der weltweit führenden Hersteller von
anspruchsvollen Profilen aus Faserverbundkunststoff (FVK). Fiberline Composites
setzt auch in der Produktion auf Hightech: Mittels Pultrusion werden
maßgeschneiderte Profile für zahlreiche Anwendungsbereiche hergestellt, bei
denen es u.a. auf hohe Festigkeit, Steifheit, Haltbarkeit und Isolierfähigkeit
sowie niedriges Gewicht ankommt.
"Gemeinsam mit den Architekten beschlossen wir, von Grund auf neu anzufangen", erläutert Bjarne Haulrik, "statt an bekannten Profilen und Produkten nachzubessern, machten wir uns auf die Suche nach einem Material, das alle Eigenschaften besitzt, die Fenster idealerweise brauchen. Glasfaserverstärkter Kunststoff, also GFK, erlaubt mit seiner hohen Festigkeit, Steifheit und Isolierfähigkeit sehr schlanke sowie mittels Pultrusion auch sehr komplexe Profile. Damit gelang uns ein Fenster mit einer Eleganz und Funktionalität, von denen wir bislang nur träumen konnten."
Kältebrücken abgeschafft
Eins der Entwicklungsziele war das Vermeiden jeglicher Kältebrücken. In Neubauten verschwindet fast die Hälfte der Heizenergie durch Fenster und Türen - Wärmeverluste, die vor allem durch mangelhaft isolierte Rahmen und Einfassungen entstehen.
Bjarne Haulrik: "Bei unserem neuen Fenster braucht sich niemand mehr um Kondenswasser zu kümmern, und die Heizkosten fallen auch wesentlich niedriger aus. GFK verhindert die Entstehung von Kältebrücken und bringt mit seiner guten Wärmedämmung für die gesamte Fensterkonstruktion einen U-Wert von 1,3 W/m²K. Damit greifen wir den neuen Bauvorschriften und ihrer Senkung des derzeit geforderten U-Werts von 1,8 W/m²K vor."
Aber das GFK-Fenster hat noch mehr Vorteile: Es kann weder rosten noch verfaulen. Extrem hohe Haltbarkeit wird mit einem Minimum an Instandhaltungsaufwand erreicht. Anstriche haften hervorragend auf GFK, abblätternde Farbe sollte der Vergangenheit angehören. Zum Pinsel greift man dann nur noch, um farbliche Abwechslung zu schaffen.
Verkaufsstart? Bislang existieren nur Prototypen, mit dem Verkaufsstart rechnet Pro-Tec aber noch vor Ende 2005.
"Dieses Fenster bildet die ideale Ergänzung unseres Lieferprogramms, und das in jeder Beziehung, ob es nun um Design, Lichteinfall, Funktionalität, Isolierfähigkeit oder Haltbarkeit geht. Mit seinen schlanken Sprossen und großen Lichtdurchtrittsflächen ist es für Altbauten und Neubauvorhaben gleichermaßen geeignet. Dass es dann auch noch 25 % weniger wiegt als herkömmliche Fenster, wird die Handwerker freuen. Da alles für GFK spricht, wird er sich meines Erachtens in Zukunft als bevorzugtes Baumaterial für Fenster, Türen etc. durchsetzen", schließt Bjarne Haulrik.
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