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2005er Bauprognose der Bauindustrie: Umsatzeinbußen von 3,5% befürchtet!

(21.1.2005)Baukonjunktur, Bauprognose, Bauindustrie, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Jahresauftaktpressekonferenz, JPK, PK, Eigenheimbau, Wirtschaftsbau, Investitionskürzung, WohnungsbauDie deutsche Bauindustrie geht für 2005 von einem weiteren Umsatzrückgang von 3,5% aus. Die konjunkturelle Talsohle soll frühestens 2006 erreicht werden. Diese Prognose präsentierte am 18.1. in Berlin der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie anlässlich seiner Jahresauftaktpressekonferenz. Entsprechend sei mit einem Verlust von weiteren 32.000 Arbeitsplätzen im Durchschnitt des Jahres 2005 zu rechnen. Das deutsche Bauhauptgewerbe werde dann jahresdurchschnittlich noch 735.000 Mitarbeiter beschäftigen.

Die Hauptursache für die anhaltende Baukrise sieht der Hauptverband in der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturschwäche. Niedrige Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von lediglich 1 bis 1,5% real reichten nicht aus, um dem Bau neuen Schwung zu verleihen. Als weitere belastende Faktoren nennt der Hauptverband die anhaltend hohen Leerstände im Bereich Büroimmobilien, die Lage der öffentlichen Finanzen sowie Sondereffekte wie den Investitionsstopp der Deutschen Bahn AG und das Auslaufen der Sonderkonjunktur im Eigenheimbau.

Den stärksten Einbruch erwartet der Hauptverband 2005 im Wirtschaftsbau. Das schwache gesamtwirtschaftliche Wachstum werde weder zum Abbau der Überkapazitäten im Bereich der Büroimmobilien führen noch bauintensive Erweiterungsinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe anstoßen. Die Bauwirtschaft müsse sich auf ein Umsatzminus von 5% einstellen, zumal die Deutsche Bahn AG als wichtigster Einzelinvestor angekündigt habe, im laufenden Jahr die Politik der Investitionskürzung fortsetzen zu wollen.

Der Wohnungsbau werde vor allem unter dem unerwartet schnellen Abflauen der Sonderkonjunktur im Eigenheimbau zu leiden haben. Für 2005 erwartet der Hauptverband ein Umsatzminus von voraussichtlich 4%, das im Wesentlichen aus den Entzugseffekten in Folge des bereits erloschenen "Strohfeuers im Eigenheimbau" resultiere. Trotzdem werde die Zahl der fertiggestellten Wohnungen mit 285.000 das Vorjahresniveau leicht übertreffen, weil viele der 2004 begonnenen Eigenheime bis zum Jahreswechsel noch nicht fertiggestellt seien.

Der öffentliche Bau wird nach Auffassung des Hauptverbandes auch 2005 die Folgen der anhaltenden Finanzschwäche der öffentlichen Gebietskörperschaften tragen müssen: Mit großer Sorge verfolge die Bauindustrie vor allem die noch nicht verteilte globale Minderausgabe von 244 Mio. Euro im BMVBW-Haushalt 2005. Dank der sich allmählich entwickelnden PPP-Projekte im kommunalen Hochbau erwarte der Hauptverband jedoch ein moderates Umsatzminus von "nur" 2%.

Für den Hauptverband sind jedoch schlechte Bauprognosen kein unabwendbares Schicksal. Es liege zur Zeit vor allem an Bund, Ländern und Gemeinden, den sich anbahnenden Umsatzeinbußen entgegenzuwirken. Vor allem müsse der erfolgreiche Start der LKW-Maut dazu genutzt werden, um die ersten Projekte des privatwirtschaftlichen Ausbauprogramms der Bundesregierung für Bundesautobahnen (A-Modell) auf den Weg zu bringen. Den konjunkturellen Impuls bezifferte der Hauptverband mit etwa 1 Mrd. Euro. Für 2006 könne dann bei der Umsatzentwicklung die "Nulllinie" angepeilt werden.

siehe auch:Baukonjunktur, Bauprognose, Bauindustrie, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Jahresauftaktpressekonferenz, JPK, PK, Eigenheimbau, Wirtschaftsbau, Investitionskürzung, Wohnungsbau

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siehe zudem:Baukonjunktur, Bauhauptgewerbe, Baugenehmigungen, Wohngebäude, Nichtwohngebäude, Auftragseingänge, Beschäftigung, Baupreise, Insolvenzrisiko, Bau, Baugewerbe


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