(13.1.2005)
Ein
am Institut für Tragkonstruktionen (ITKE) der Universität Stuttgart unter
Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers in Zusammenarbeit mit dem dänischen
Faserverbundkunststoffprofilhersteller Fiberline Composites entwickeltes
Verbundsystem für großflächige Verglasungen wird auf der Münchener BAU 2005 der
interessierten Fachwelt vorgestellt:
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Gezeigt wird die 8m hohe Glasfassade (Bild) eines Wettbewerbsentwurfs der dänischen Architekten Schmidt, Hammer und Lassen. In herkömmlicher Bauweise wäre sie nicht mit vergleichbarer Eleganz und Isolierfähigkeit realisierbar. Durch den Verbund von Glas und aufgeklebten GFK-Profilen entstehen "selbsttragende" Glasbauelemente hoher Festigkeit und Steifigkeit. So erlaubt das Verbundsystem großflächige Verglasungen mit Trag- und Rahmenkonstruktionen, die optisch kaum in Erscheinung treten.
"Die auf der BAU präsentierte Lösung ist Bestandteil eines Architektenentwurfs für ein neues Sport- und Kulturzentrum in Kopenhagen. Das Konzept eröffnet Architekten und Bauherren völlig neue Möglichkeiten, die den Ansprüchen an moderne Architektur wesentlich besser gerecht werden als konventionelle Bauweisen", erklärt Lars Petersen, Technical Solutions Manager beim dänischen Faserverbundkunststoffspezialisten Fiberline Composites, der die GFK-Profile für das Verbundsystem liefert.
Fassadensystem für zeitgemäße Architektur
Lars Petersen: "Architekten sind begeistert von der Möglichkeit scheinbar endloser Glasflächen, wie unsere Lösung von außen wirkt. Auch von innen wird der großzügig elegante Eindruck weder durch breite Rahmen oder Träger gestört. Unsere Verstärkungsprofile sind lediglich 6mm stark und zudem transluzent, was sie optisch noch schmaler erscheinen lässt."
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Laut Prof. Dr.-Ing. Jan Knippers wurde das neue Verbundsystem am ITKE der Universität Stuttgart in mehrjähriger Arbeit entwickelt und es wurden dafür bereits umfangreiche Vorversuche durchgeführt. Glas-/GFK-Verbundkonstruktionen zählen zu den zentralen Forschungsbereichen des Instituts. "Glas und GFK ergänzen sich hervorragend. Durch Verkleben von Isolierglasscheiben und GFK-Profilen erhält man Bauteile mit einheitlichem Wärmeausdehnungsverhalten. Da Glas und Rahmen gemeinsam tragende Funktion haben, ergeben selbst bei großflächigen Scheiben bereits extrem dünne Profile die geforderte Festigkeit und Steifigkeit", erläutert Jan Knippers.
Im herkömmlichen Glasbau verhindern die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Glas und beispielsweise Holz, Stahl oder Aluminium ein derartiges Zusammenspiel von Scheibe und Rahmen. "Außerdem hat GFK eine wesentlich niedrigere Wärmeleitfähigkeit als zum Beispiel Aluminium, weshalb Wärmebrücken und Kondenswasserbildung bei unserem Verbundsystem kein Thema sind," ergänzt Jan Knippers.
siehe auch:
BAU 2005 (17.-22.1.2005)
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siehe zudem:
Literatur / Bücher zu den Themen Fenster, Fassade, Glas, Glasarchitektur und GFK bei Baubuch / Amazon.de
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