(18.3.2004)
Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland mehr
als 600 Menschen bei Bränden ums Leben. Weitere 10.000 Personen mussten mit
Rauchvergiftungen oder Brandwunden stationär behandelt werden. Versicherungen
ermittelten, dass im gleichen Zeitraum zudem ein Vermögen von drei Milliarden
Euro den Flammen zum Opfer fiel. Bei einzelnen Großbränden ging der Schaden in
die Millionen. Die materiellen Schäden einschließlich der Betriebsunterbrechung
können zwar durch eine Versicherung abgedeckt werden, eine Police für verlorene
Kunden und Marktanteile gibt es hingegen nicht. Vielfach ist deshalb ein Konkurs
die Folge.
Darauf machte jetzt die Gütegemeinschaft Instandhaltung Feuerlöschgeräte e.V. (Gif) aufmerksam, ein bundesweiter Zusammenschluss führender Feuerlöschgeräte-Hersteller und qualifizierter Brandschutz-Fachbetriebe, die einen besonders hohen Qualitätsanspruch im vorbeugenden Brandschutz vertreten.
Dass ein Großteil der Sachwerte mit einem Feuerlöscher ohne weiteres hätte gerettet werden hätten können, zeigt ein Blick in die Statistik: Jährlich werden über 250.000 Brände erfolgreich mit Feuerlöschern bekämpft. Diese Zahl macht deutlich, wie groß die Gefahr tatsächlich ist - alle zwei Minuten bricht irgendwo in einem deutschen Unternehmen ein Brand aus. Die Mehrzahl dieser Brände wird gar nicht gemeldet und taucht deshalb auch in keiner offiziellen Statistik auf. Aus diesem Grunde wird die konkrete Gefahr für den einzelnen Betrieb vielfach unterschätzt.
Gif-Gütesiegel bürgt für streng kontrollierte Sicherheit
Vor diesem Hintergrund erinnert die Gütegemeinschaft daran, dass Feuerlöscher mindestens alle zwei Jahre sachkundig geprüft und gegebenenfalls instand gesetzt werden müssen. Denn nur so ist gewährleistet, dass sie im Ernstfall auch voll funktionstüchtig sind. Die Verantwortung für die regelmäßige Durchführung der Prüfung tragen in erster Linie die Unternehmensleitung, die Sicherheitsbeauftragten sowie die Brandschutzbeauftragten der Unternehmen. Qualifizierte Brandschutz-Fachbetriebe arbeiten deshalb mit ihnen Hand in Hand.
Gif-Mitgliedsfirmen unterziehen sich regelmäßig einer freiwilligen Selbst- und Fremdkontrolle. Dabei werden ihre personellen und betrieblichen Leistungen von unabhängigen Sachverständigen überprüft - auch unangemeldet. Basis der Gütesicherung sind die unter dem Gütezeichen RAL GZ-973 festgelegten Güte- und Prüfbestimmungen. Durch gemeinsame Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen eignen sich die Gif-Betriebe und deren sachkundige Mitarbeiter laufend den jeweils neuesten Stand der Technik sowie der Norm- und Gesetzgebung an und bieten so einen bundesweit einheitlich hohen Qualitätsstandard.
Nach der sachkundig durchgeführten Prüfung, die pro Feuerlöscher etwa 15 Minuten in Anspruch nimmt, ist sichergestellt, dass sich das Feuerlöschgerät in einwandfreiem Zustand befindet, was der autorisierte Mitarbeiter anschließend mit seiner persönlichen Prüfnummer auf dem Gif-Gütesiegel bestätigt.
siehe auch:
weitere Meldungen:
Ratgeber der Verbraucherzentralen zeigt richtigen Schutz vor Einbruch und Feuer (17.3.2004)
Feuerlöscher ist nicht gleich Feuerlöscher! (10.9.2003)
Feuerlöscher erfolgreich bei der Brandbekämpfung: Nur in jedem fünften Fall greift die Feuerwehr ein (7.8.2003)
Defizite beim Brandschutz: Nur jeder zweite Feuerlöscher ist voll einsatzfähig (4.6.2003)
siehe zudem:
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